Royal Den Hartogh arbeitet intensiv an Innovationen zur Kraftstoffeinsparung

Royal Den Hartogh arbeitet intensiv an Innovationen zur Kraftstoffeinsparung. Durch diverse Optimierungen konnten bereits 8 Prozent Dieselkraftstoff eingespart werden.

Royal Den Hartogh Logistics (Flüssigkeitslogistik, 900 Fahrzeuge, 38 Niederlassungen weltweit) erzielt durch Flottenoptimierung eine Kraftstoffeinsparung von 8 Prozent. „Wir arbeiten daran, die Kosten pro Kilometer in allen Bereichen zu senken“, so Peter Rodenburg, Senior Technical Manager am Hauptsitz in Rotterdam. „Dazu gehören Reifen, Motorenauswahl und die Energiewende.“ Den Hartogh arbeitet in diesem Zusammenhang intensiv mit verschiedenen Zulieferern zusammen, darunter Volvo Truck Center und der Reifenhersteller Continental.

Continental unterstützt Den Hartogh Logistics beispielsweise mit Reifendienstleistungen und dem Reifenmonitoringsystem Pull Point, inklusive Pannenhilfe und Kostenanalysen. „Wir rüsten derzeit auf Continental Eco HD 5-Reifen um. Diese haben weniger Profiltiefe und damit einen geringeren Rollwiderstand. Unsere Erfahrungen damit sind positiv. Sie tragen zu einem geringeren Dieselverbrauch bei, den wir aufgrund der zahlreichen Optimierungen an unseren Lkw jedoch nicht genau beziffern können. Auch hinsichtlich Lebensdauer und Haftung sind die ersten Erfahrungen mit dem Conti Eco positiv.“

Rodenburg erklärt, dass die Conti Eco-Reifen die „B-Klasse“ haben. „Wir könnten potenziell noch einen Schritt weiter gehen und den Continental Efficiency Pro – die A-Klasse unter den rollwiderstandsarmen Reifen – verwenden, aber diese haben eine geringere Profiltiefe (12 statt 15 mm) und müssen daher früher ersetzt werden. Wir glauben nicht, dass dies die zusätzlichen Kraftstoffeinsparungen aufwiegt.“ Den Hartogh wägt daher ständig Kosten und Effizienz ab. Spielt der VECTO-Wert in Bezug auf die Mautgebühren eine entscheidende Rolle? „Wir möchten unsere Lkw in der VECTO-Klasse 3 betreiben. Die Einsparungen liegen aber weniger in der Mautreduzierung als vielmehr im geringeren Dieselverbrauch“, erklärt Rodenburg.

Wir kommen fast zwangsläufig auf das Thema Elektrifizierung zu sprechen – sprich: kein Diesel mehr. Den Hartogh betreibt fünf elektrische Volvo-Sattelzugmaschinen. Das klingt angesichts einer so großen Flotte vorsichtig. Rodenburg: „Das stimmt. Der Übergang zu emissionsfreiem Fahren wird ohnehin stattfinden, aber wir wissen nicht, wie schnell. Flüssiggutlogistik ist ein Kilogeschäft. Genau da liegt der Engpass. Wir finden Elektro-Lkw sehr interessant, brauchen aber mehr Kapazität an der Sattelkupplung. Wir werden uns die neuen Volvo FHe 6×2-Sattelzugmaschinen auf jeden Fall genauer ansehen. Eventuell können wir auch unser Containerchassis anpassen, zum Beispiel den Container weiter hinten platzieren. Auch das hat seine Grenzen, denn wir wollen die Achslasten der kompletten Zugkombinationen voll ausnutzen.“

„Eines ist sicher: Energie wird immer teurer. Deshalb müssen wir so effizient wie möglich damit umgehen. Wir werden auch in den kommenden Jahren innovativ bleiben.“

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