Kraftstoff- und Ladekosten stellen die größte Herausforderung für Flottenbetreiber dar. Dies zeigt eine Studie unter Flottenmanagern in Europa. Mit Tipps für Transportunternehmer.
Fuhrparkmanager stehen aufgrund steigender und schwankender Mobilitätskosten unter Druck. Laut der DKV Mobility eMobility Studie unter Flottenmanagern in Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Polen, Tschechien und Rumänien sehen 64 Prozent der Flottenmanager den Kostendruck als größte Herausforderung. Unternehmen, die mit Kraftstoff- und Ladelösungen arbeiten, achten vor allem auf günstige Preise und Konditionen (45%), aber auch Netzabdeckung (44%) und Benutzerfreundlichkeit (41%) sind wichtig.
Die Preise für Diesel und LNG sind hoch und schwanken enorm. Ladekosten sind oft schwer zu überblicken und variieren stark je nach Standort. Dies erschwert es, die Gesamtkosten im Griff zu behalten und Abweichungen rechtzeitig zu erkennen. Für Flottenmanager mit einer gemischten Flotte (Diesel/LNG und Elektro) ist die Komplexität erheblich. Daher ist ein Einblick in die Kosten unerlässlich, um die Ausgaben im Griff zu behalten. Amanda Rasch, Geschäftsführerin Benelux bei DKV Mobility, gibt drei Tipps:
**Konzentrieren Sie sich auf die Gesamtkosten**
Wer nur den angezeigten Kraftstoff- oder Ladepreis betrachtet, übersieht einen Teil der Kosten. Die Tarife können enorm variieren, insbesondere beim öffentlichen Laden. Zusätzlich können Roaming- oder Spitzenlastgebühren anfallen. Berücksichtigen Sie daher die Gesamtkosten pro Fahrzeug, Mitarbeiter und Tank- oder Ladevorgang. Überwachen Sie beispielsweise monatlich den Verbrauch pro Kilometer, die gewählten Tank- und Ladestationen, die Ladezeiten und ungewöhnliche Transaktionen. So erkennen Sie schneller, wo die Kosten steigen: durch Umwege, Laden an teuren Stationen, ineffizientes Fahrverhalten oder Fahrzeuge mit höherem Verbrauch als erwartet.
**Treffen Sie Vereinbarungen mit den Fahrern**
Legen Sie fest, welche Tank- und Ladestationen zum zulässigen Netz gehören und welche bevorzugt werden. Klären Sie außerdem, in welchen Situationen Fahrer davon abweichen dürfen. Berücksichtigen Sie Optionen wie Laden zu Hause, Laden während der Arbeitszeit und Tanken an der Autobahn. Mit klaren Vereinbarungen vermeiden Sie unnötig teure Transaktionen.
**Arbeiten Sie mit Kostenszenarien**
Erarbeiten Sie Szenarien für unterschiedliche Diesel- und Strompreise (kWh). Ermitteln Sie für jedes Szenario, welche Auswirkungen die Preisentwicklung auf die gesamten Mobilitätskosten hat, und legen Sie die damit verbundenen Optionen im Voraus fest. Überlegen Sie, ob Sie Ihr Budget anpassen, die Elektrifizierung beschleunigen oder Leasingverträge überdenken sollten. Überprüfen Sie regelmäßig die Ist-Kosten und vergleichen Sie diese mit den Szenarien. So können Sie rechtzeitig eingreifen.




